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Excellence in Visual Anthropology Award (EVA)


Der Excellence in Visual Anthropology Award (EVA) würdigt den ethnographischen Film als eigenständiges Genre und honoriert herausragende Werke, die zu einem progressiven Verständnis der Visuellen Anthropologie beitragen. Dieser Award soll den Blick des Publikums auf die besonderen Qualitäten des ethnographisch-dokumentarischen Arbeitens lenken. Filme, die im Hinblick auf anthropologische Ideen und Gestaltungsweisen produziert wurden, die fremde Lebensrealitäten aus sich heraus erfahrbar und nachvollziehbar machen und einen weniger konstruierten Blick von außen einnehmen, fallen unter diese Kategorie. Ebenso kennzeichnet diese Werke oft, aber nicht immer, eine Produktionsökonomie, die sich durch ein geringes Budget und den damit verbundenen, geringeren finanziellen und kommerziellen Erfolgsdruck auszeichnet. Dieser Umstand ist zum einen ein Hindernis, erlaubt aber gleichzeitig die Freiheit, sich nicht an narrativen Erzählkonventionen orientieren zu müssen.

Es wurden nicht ausschließlich Arbeiten von anthropologisch geschulten FilmemacherInnen für den Award ausgewählt, sondern bewusst auch Filme von Nicht-AnthropologInnen, welche aber aufgrund ihrer Herangehens- und Gestaltungsweise einen bereichernden Beitrag für den innerfachlichen Diskurs darstellen. EVA ist in erster Linie ein Experiment, um die Ideen der Visuellen Anthropologie etwas distinktiver von den Methoden des Dokumentarfilms allgemein abzuschärfen und diese so einer größeren Öffentlichkeit zugänglicher und verständlicher zu machen. In zweiter Linie geht es um das Voranbringen des wissenschaftlichen Diskurses im Sinne eines öffentlichkeitswirksamen Austausches zwischen anthropologischem Verständnis und dokumentarfilmischen Prinzipien.
 

Kuration: Katja Seidel & Sophie Wagner

Preisstifter: Institut für Kultur- und Sozialanthropologie, Universität Wien
 

Die Jury:

Ulrike Davis-Sulikowski (Kultur- und Sozialanthropologin, Universität Wien)              

Paolo Favero (Associate Professor für Film Studies and Visual Culture am Department of Communication Studies, Universität Antwerpen)

Michaela Schäuble (Dokumentarfilmschaffende und Assistenzprofessorin für Medienanthropologie an der Universität Bern)

Nominierte Filme:

Cláudia Varejão I Japan, Portugal 2016 I 113 Min. I OmeU
AMA-SAN

Yan Chun Su I Tibet, USA, China 2016 I 79 Min. I OmeU
DROKPA

Pierre Boccanfuso | Philippinen, Frankreich 2016 | 95 Min. | OmeU
IN SEARCH OF THE SHAMAN

Moritz Siebert, Estephan Wagner, Abou Bakar Sidibé | Marokko, Dänemark 2016 | 80 Min. | OmeU
LES SAUTEURS – THOSE WHO JUMP

Jana Papenbroock I| Deutschland 2016 I| 76 Miin. | OmeU
WARUM LACHT HERR W.?

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Preisgeld: EUR 1.000.-

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