Die ETHNOCINECA und das Moving Anthropology Social Network – Austria luden zu einem monatlichen Filmabend mit Drinks und Meinungsaustausch im Futuregarden ein.
An diesen drei Abenden wurden Filme aus den verschiedensten Genres und Perspektiven des freien Dokumentarfilms zum Thema KONTROVERSEN gezeigt. Ziel war es vor allem, Filmschaffenden sowie einem breiten interessierten Publikum einen unkomplizierten Rahmen für Diskussion und kritische Reflexion zu bieten und ihre Arbeiten zu zeigen. Dieses Mal standen wieder Festivalbeiträge, Klassiker und aktuelle Highlights des Dokumentarfilms auf dem Programm.
Danke für das zahlreiches Erscheinen und den Austausch!
Zum Flyer...
Caught in Between Darkness and Light
(Regie: Alessandra D'Onofrio, I/F/GB 2009, 16 min., Englisch)
Durch miteinander verwobene Narrationen verschiedener Lebensgeschichten, zeigt dieser experimentelle Film aus Standbildern und Geräuschaufnahmen eine außergewöhnliche Repräsentation von Flüchtlings- und Fluchterfahrungen . Eine alternative Darstellungsweise zu jenen, die von den meisten offiziellen Medien präsentiert werden. Durch die Betonung von Stimmen und individuellen Geschichten von Kampf, Bestimmtheit, Desorientierung und Hoffnung werden durch Bild-Metaphern den bedrückenden Umständen der Betroffenen Bedeutung geben.
Message to humanity
(Regie: Ernesto Livon-Grossman, AR 2008, 5min OF)
Ohne sich sprachlich zu artikulieren, schafft es der argentinische Dichter Roberto Cignoni, durch den phonetischen Klang seiner eigens inszinierten Sprache, den Zuschauer in den Bann zu ziehen, zu berühren und eine Geschichte über die Menschheit zu entwerfen. Eine Erzählung die vielleicht tatsächlich nicht in sinnhafte Worte zu fassen ist. Der Filmemacher Ernesto Livon – Grosman trägt der Performance des Dichters durch die Montage von Found – Footage auf filmische Weise Rechnung.
Intime/monde
(Regie: Yuen, CN 2010, 23min OF)
Dieser Kurzfilm verschafft dem Zuschauer eine unkonventionelle fast fremdartige Begegnung mit einer Stadt. Geräusche und Bilder verweben sich miteinander, verbinden sich spielerisch mit einer Tanzperformance und begegnen auf diese Art und Weise der Beziehung von Mensch und Raum im architektonischen Sinne. Im Zuschauer wird durch die stille fast sanfte Kameraführeng hin und wieder das Gefühl eines schweigenden Beobachters in einer fremden Welt geweckt. Elemente des “observational Cinenemas” die sich in der experimentellen Herangehensweise der Filmemacher verbergen?
I AM JESUS
(Regie: Valerie Gudenus und Heloisa Sartorato, A/R/GB/BR 2010, 75 min, OFmeU)
Der Film porträtiert drei Gemeinschaften die ihr Leben drei Persönlichkeiten gewidmet haben, die behaupten das zweite Kommen des Messias zu verkörpern. Wir hören über die Lehren des Vissarion, dessen Gemeinschaft im tiefsten Sibirien leben, lernen INRI Cristo aus Brasilien kennen und begleiten David Shyler auf seinen alltäglichen Missionen im urbanen England.
Der Film gewährt Einblicke in das Leben der Gemeinden und erforscht Gemeinsamkeiten und Unterschiede der einzelnen Persönlichkeiten und deren Gemeinschaften Es werden Glaubensfragen diskutiert und die Position der spirituellen Führer hinterfragt.
Die Filmemacherinnen versuchen die drei Persönlichkeiten so wertfrei wie möglich darzustellen. Wird so die Frage nach der Wiederkehr von Jesus Christus jedem selbst überlassen?