Begonnen hat alles bereits vor Jahren, als ProfessorInnen des Institutes für Kultur- und Sozialanthropologie Studierenden zum einen Filme aus dem Feld ihrer wissenschaftlichen Arbeit zeigten, zum anderen Beiträge aus der ganzen Welt rund um das Thema Ethnographie präsentierten.
Damals waren es noch klassisch ethnographische Arbeiten die filmisch festgehalten wurden und ihrem Publikum in Hörsälen der Universität vorgeführt wurden.
Obwohl man sich denken könnte, dass der Themenbereich des ethnographischen Filmes sehr eingeschränkt sei, wurden die Zuseher immer wieder eines besseren belehrt. Von Einblicken in die Arbeit einer Schamanin in Indien, über die Jagdmethoden der Inuit bis zu spielenden Kindern hinter Käfigen in der Großstadt. Themen aus nah und fern umfassten die Bandbreite des Gezeigten. Lebenswelten rund um den Globus wurden dabei behandelt.
Im Jahr 2007 kam es bei einem Seminar von Prof. Werner Zips zur Wiederbelebung der ethnologischen Filmtage. Der über den Menschen gedrehte Dokumentarfilm und die visuelle Anthropologie sollen mit dem Re-Launch der Idee „Ethnocineca“ noch viel mehr zeigen können.
2008 gab es die Filmwerkschau erstmals außerhalb der Hörsäle der Universität Wien und das mit einem sehr dichten Programm von Filmen aus der ganzen Welt.
Im Jahr 2009 wagte sich die Ethnocineca nun noch einen Schritt weiter. Gleich 2 Locations - das KosmosTheater und das Café 7*Stern - wurden mit Filmen bespielt und mit dem KosmosTheater hat sich nun auch das erste Mal ein Ort gefunden, der wohl schon als Kino gelten kann. Den BesucherInnen war damit eine gute Sicht auf die Filme sowie eine angenehme Atmosphäre garantiert.