DISKUSSION

DISKUSSION – Vom Warten und Handeln – Die Rolle der Kamera in Zeiten gesellschaftlicher Umbrüche

Marie-Christine Hartig im Gespräch mit Boris Svartzman und Dimitra Kofti

Arbeitslosigkeit, Verdrängung und fehlende Zukunftsperspektiven entlang der Verheißung von Kapitalismus und wirtschaftlichem Fortschritt. Zwischen Warten und Handeln, Fragen von ökonomischen und gesellschaftlichen Umbrüchen und der Kraft der politischen Erzählung im Dokumentarfilm bewegen sich die zwei Filme Cracks und A new Era inmitten (post-)sozialistischer und kapitalistischer Realitäten.

Sieben Jahre lang begleitet Boris Svartzman die BewohnerInnen der Millionenstadt Guangzhou in ihrem Widerstand gegen die behördlich angeordnete Vertreibung aus ihren Häusern. Sie stellen sich gegen den Abriss des alten Viertels und die vermeintlichen wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Vorteile der Gentrifizierung. In Cracks zeigt Dimitra Kofti die Auswirkungen der historischen und wirtschaftlichen Veränderungen der postsowjetischen Wirklichkeit auf. Vom industriellen Aufstieg samt darauffolgenden Niedergang begleitet ihr Film die BewohnerInnen der bulgarischen Stadt Pernik durch die Umbrüche der Zeit.

Boris Svartzman und Dimitra Kofti diskutieren mit Marie-Christine Hartig Fragen der ökonomischen und sozialen Umbrüche und erkunden die Kraft der politischen Narrative im Dokumentarfilm. 

Gespräch in englischer Sprache.
In Kooperation mit Weltmuseum Wien und dok.at