Filmklub 2011

FILMKLUB 2011 im Future Garden

Die ethnocineca und das Moving Anthropology Social Network – Austria laden zu einem monatlichen Filmabend mit Drinks und Meinungsaustausch im Futuregarden ein. An diesen drei Abenden sollen Filme aus den verschiedensten Genres und Perspektiven des freien Dokumentarfilms zum Thema KONTROVERSEN gezeigt werden. Ziel ist es vor allem, Filmschaffenden sowie einem breiten interessierten Publikum einen unkomplizierten Rahmen für Diskussion und kritische Reflexion zu bieten und ihre Arbeiten zu zeigen. Dieses Mal stehen wieder Festivalbeiträge, Klassiker und aktuelle Highlights des Dokumentarfilms auf dem Programm.

PROGRAMM

13.12.2010 – EXPERIMENTAL SHORT DOC NIGHT: BEITRÄGE DER ETHNOCINECA

CAUGHT IN BETWEEN DARKNESS AND LIGHT
Alessandra D’Onofrio | Italien, Frankreich, Großbritannien 2009 | 16 Min. | OV

Durch miteinander verwobene Narrationen verschiedener Lebensgeschichten, zeigt dieser experimentelle Film aus Standbildern und Geräuschaufnahmen eine außergewöhnliche Repräsentation von Flüchtlings- und Fluchterfahrungen. Eine alternative Darstellungsweise zu jenen, die von den meisten offiziellen Medien präsentiert werden. Durch die Betonung von Stimmen und individuellen Geschichten von Kampf, Bestimmtheit, Desorientierung und Hoffnung werden durch Bild-Metaphern den bedrückenden Umständen der Betroffenen Bedeutung geben.

MESSAGE TO HUMANITY
Ernesto Livon-Grossman| Argentinien 2008 | 5 Min. | OV

Ohne sich sprachlich zu artikulieren, schafft es der argentinische Dichter Roberto Cignoni, durch den phonetischen Klang seiner eigens inszinierten Sprache, den Zuschauer in den Bann zu ziehen, zu berühren und eine Geschichte über die Menschheit zu entwerfen. Eine Erzählung die vielleicht tatsächlich nicht in sinnhafte Worte zu fassen ist. Der Filmemacher Ernesto Livon – Grosman trägt der Performance des Dichters durch die Montage von Found – Footage auf filmische Weise Rechnung.

INTIME/MONDE
Yuen Yeung Fun | Kanada 2010 | 23 Min. | OV

Dieser Kurzfilm verschafft dem Zuschauer eine unkonventionelle fast fremdartige Begegnung mit einer Stadt. Geräusche und Bilder verweben sich miteinander, verbinden sich spielerisch mit einer Tanzperformance und begegnen auf diese Art und Weise der Beziehung von Mensch und Raum im architektonischen Sinne. Im Zuschauer wird durch die stille fast sanfte Kameraführeng hin und wieder das Gefühl eines schweigenden Beobachters in einer fremden Welt geweckt. Elemente des “Observational Cinemas” die sich in der experimentellen Herangehensweise der Filmemacher verbergen?


25.04.2010

17.01.2011

I AM JESUS
Valerie Blankenbyl und Heloisa Sartorato | Österreich, Rumänien, Großbritannien, Brasilien 2010 | 75 Min. | OmeU

Der Film porträtiert drei Gemeinschaften, die ihr Leben drei Persönlichkeiten gewidmet haben, die behaupten das zweite Kommen des Messias zu verkörpern. Wir hören über die Lehren des Vissarion, dessen Gemeinschaft im tiefsten Sibirien leben, lernen INRI Cristo aus Brasilien kennen und begleiten David Shyler auf seinen alltäglichen Missionen im urbanen England. Der Film gewährt Einblicke in das Leben der Gemeinden und erforscht Gemeinsamkeiten und Unterschiede der einzelnen Persönlichkeiten und deren Gemeinschaften Es werden Glaubensfragen diskutiert und die Position der spirituellen Führer hinterfragt. Die Filmemacherinnen versuchen die drei Persönlichkeiten so wertfrei wie möglich darzustellen. Wird so die Frage nach der Wiederkehr von Jesus Christus jedem selbst überlassen?


21.02.2011

COWBOYS IN INDIA
Simon Chambers | Großbritannien, Indien 2009 | 77 Min. | OV

Als Simon Chambers nach Indien ging um einen Dokumentarfilm zu drehen, ahnte er nicht, dass das Topic seines Filmes am Ende ein völlig anderes sein würde, als das für das er sich ursprünglich auf den Weg gemacht hatte. An Stelle des Kampfes eines Stammes, der einen für sich heiligen Berg vor einem multinationalen Bergbauunternehmen zu schützen versucht, werden seine zwei einheimischen Begleiter (Chauffeur und Übersetzer) zum Mittelpunkt seiner Geschichte. Trotz aller Tragik lernt der Zuschauer auf humorvolle Weise zwei Menschen kennen, die er genauso wie der Filmemacher am Ende des Filmes zurücklässt und weiß, dass sie sich für den Film und die Nachforschungen in große Gefahr begeben haben, aber nie erfahren wird was mit ihnen geschieht.