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Das Programm der dreizehnten ethnocineca (23. bis 29. Mai 2019) wird Ende April veröffentlicht.

ETHNOCINECA – DOKUMENTARFILMKINO AM PULS DER ZEIT


Von 23. bis 29. Mai 2019
findet die dreizehnte Festivalausgabe der ethnocineca – International Documentary Film Festival Vienna im Wiener Votiv Kino und im Kino De France statt. Voller Vorfreude blicken wir einer anregenden und abwechslungsreichen Woche entgegen, in der Wien einmal mehr zum Zentrum der dokumentarischen Filmkunst wird. Als Publikumsfestival bringt die ethnocineca nicht nur internationale Gäste aus Film, Kunst und Wissenschaft zusammen, sondern ermöglicht auch ungewohnte Einblicke in verschiedenste Dimensionen sozialer und kultureller Dynamiken. Sieben Tage lang zeigen wir zeitgenössisches und sozialkritisches Kino, das sich aus verschiedenen Blickwinkeln aktuellen Fragen des politischen, sozialen und kulturellen Zusammenlebens weltweit widmet. Ein umfangreiches Rahmenprogramm mit Diskussionen, Vorträgen, Masterclasses, Parties und der Award Ceremony sowie die hauseigene Filmwerkstatt runden das Programm ab und ermöglichen vertiefende Auseinandersetzungen mit den Filmen und dem programmübergreifenden Themenschwerpunkt AT RISK.

Seit dreizehn Jahren ist die ethnocineca ein Fixpunkt der Wiener Festivalszene und ist heute weit über die Grenzen Österreichs hinweg für ihr innovatives Programm, die gelebte Interdisziplinarität und ihre einzigartige Atmosphäre bekannt. Das Festival zeichnet sich durch die Leidenschaft für das dokumentarische Kino aus, schafft Brücken zwischen Kunst und den Sozialwissenschaften und bereichert somit gleichermaßen die Dokumentarfilmszene wie die praxisnahe und anwendungsorientierte Anthropologie. Wien wird so Jahr für Jahr während der Festivalwoche zu einem Hotspot der internationalen Dokumentarfilmszene und zur Drehscheibe für kreativen Austausch und wissenschaftliche Kooperationen.

 

 

Die Wettbewerbssektionen im Überblick

EVA – Excellence in Visual Anthropology Award

Der Excellence in Visual Anthropology Award (EVA) honoriert herausragende Werke der Visuellen Anthropologie und hebt die mannigfaltigen Formen des ethnographischen Films hervor. Traditionelle wie experimentelle Methoden und Zugänge sind gleichermaßen willkommen, solange sie in Perspektive und Machart anthropologischen Grundsätzen entsprechen. Das können Filme sein, die im Rahmen von Forschungen entstanden sind, aber auch Produktionen von außerhalb des Faches, die zu einem progressiven Verständnis der Visuellen Anthropologie beitragen.  Preisgeld: EUR 1.000.-

  • Innovative Filme aus dem Bereich der Visuellen Anthropologie
  • Länge: ab 45 Minuten

IDA - International Documentary Award

IDA feiert den Dokumentarfilm als eine dynamische Kunstform und macht diesen in aller Fülle erfahrbar: hier ist dem Format keine Grenze gesetzt – vom klassischen bis zum animierten Dokumentarfilm sind alle Filmformate willkommen. Es werden herausragende Werke honoriert, die über das sachliche Vermitteln von Inhalten hinausgehen und nachdrücklich zu einer reflexiven und undogmatischen Auseinandersetzung mit menschlichen Lebensrealitäten und der Gesellschaft anregen. Preisgeld: EUR 1.000.

  • Internationale Dokumentarfilme, klassisch bis experimentell
  • Länge: ab 45 Minuten 

ADA – Austrian Documentary Award

Zur Stärkung des heimischen Dokumentarfilms kürt eine international besetzte Jury den besten österreichischen Film. Zur Einreichung in dieser Kategorie berechtigt sind Filme ab einer Länge von mindestens 45 Minuten, welche von einer österreichischen Produktionsfirma produziert wurden, beziehungsweise von einem/einer FilmemacherIn mit Lebensmittelpunkt in Österreich hergestellt  wurden. Preisgeld: EUR 1.000.-

  • Österreichische Produktionen, bzw. Filme von RegisseurInnen mit Lebensmittelpunkt in Österreich
  • Länge: ab 45 Minuten

ISA – International Shorts Award

Der International Shorts Award (ISA) verhilft dem Kurzfilm im Rahmen des Festivals zu seiner ihm gebührenden Aufmerksamkeit. Die nominierten Dokumentarfilme zeichnen sich durch ihre breite Themenstreuung aus und zeigen die Dynamiken und expressiven Möglichkeiten des Kurzfilmformats auf. Abgesehen von dem formalen Kriterium einer Länge von unter 45 Minuten sind auch hier den audiovisuellen Ausdrucksformen keine Grenzen gesetzt. In diesem Wettbewerb entscheidet das Publikum über den Gewinnerfilm. Preisgeld: EUR 500.-

  • Internationale Kurzdokumentarfilme, klassisch bis experimentell
  • Länge: Maximal 45 Minuten

ESSA – Ethnocineca Student Shorts Award

Junge Talente – Großes Kino! Mit ESSA feiert die ETHNOCINECA die vielfältigen Impulse des jungen Dokumentarfilmschaffens. Der Award stellt nicht nur eine internationale Plattform für junge FilmemacherInnen dar, sondern ermöglicht es den TeilnehmerInnen ihre Werke Seite an Seite mit etablierten FilmemacherInnen und einem großen Festivalpublikum zu diskutieren. Gefragt sind studentische Arbeiten und Erstlingswerke aus dem Dokumentarfilmbereich sowie dem ethnographischen Film mit einer maximalen Länge von bis zu 30 Minuten. ESSA ist ein Publikumsaward. Preisgeld: EUR 500.-

  • Studentische Werke und Erstlingswerke
  • Länge: Maximal 30 Minuten

 

Programmschwerpunkt: AT RISK

Für die Festivalausgabe 2019 laden wir speziell FilmemacherInnen dazu ein, Filme zum diesjährigen programmübergreifenden Schwerpunkt at risk einzureichen. Dieser Programmfokus beschäftigt sich mit all jenen Werten, die momentan in medialen und politischen Diskursen stark polarisiert verhandelt werden: von Menschenrechten im allgemeinen, über demokratiepolitisches Verständnis, Frauenrechte, ArbeiterInnenrechte, Meinungsfreiheit und persönliche Autonomie in Hinblick auf Geschlecht, Herkunft, Religion, Kultur, Lebensraum, sexuelle Orientierung und politische Haltung. Es geht um all jene großen Themen, die in Zeiten politischen Umbruchs auf gesellschaftlicher Ebene, aber auch im privaten Bereich at risk zu sein scheinen, da die zukünftigen Entwicklungen aus heutiger Sicht nicht klar vorauszusehen sind. 

Wir möchten daher insbesondere über die Rolle von FilmemacherInnen und Gefilmten reflektieren. Nicht selten begeben sich RegisseurInnen und deren Teams und ProtagonistInnen selbst in Gefahr - in politischer, persönlicher wie körperlicher Hinsicht - um ihre Geschichten auf die Leinwand zu bringen und diese so anderen Menschen erfahrbar zu machen. 

Für unser Programm 2019 suchen wir Filme, die uns daran erinnern, unter welchen Risiken, und mit welchem hohen persönlichen Einsatz, Dokumentarfilme mitunter entstehen. Wir wollen diesen Aspekt des Dokumentarfilms mit dem Filmprogramm und einem umfangreichen Rahmenprogramm dazu in das Bewusstsein der Öffentlichkeit rücken.

Der Dokumentarfilm und der ethnographische Film können zu diesen aktuellen, und öffentlich viel diskutierten Fragen, tiefgehende alternative Sichtweisen aufzeigen und so ihren Beitrag leisten. Einmal mehr versteht sich die ETHNOCINECA so als Diskursplattform für ein lebendiges und gesellschaftlich relevantes Filmschaffen.

 

 

 

Filmreihe

Jeden Sonntag
um 16:00

Weltmuseum Wien
WMW Forum

Termine


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