2015

RWANDA, LA VIE APRÈS – PAROLES DE MÈRES

RWANDA, LA VIE APRÈS – PAROLES DE MÈRES

Benoit Dervaux, André Versaille | Belgien 2014 | 72 Min. | OmeU

Im April 1944 begann in Ruanda der grausame Genozid an den Tutsi und endete im Juli desselben Jahres.  Innerhalb von nur 3 Monaten starben über eine Million Menschen, der Großteil Tutsi, und der Krieg hinterließ mehrere Tausende Überlebende, die heute immer noch geplagt sind von den Traumata ihrer Verfolgung, Entmenschlichung oder gar Vergewaltigungen.  20 Jahre später porträtieren Benoit Dervaux and André Versaille 6 Tutsi Frauen, Überlebende des Massakers. Eine nach der Anderen erzählt ihre tragische Geschichte, von ihrem Leiden während und nach dem Genozid. Was diese Frauen er- bzw. überlebt haben, sprengt jegliche Vorstellungskraft und die Erinnerungen sind ebenso wie die Wunden auch nach zwei Dekaden immer noch frisch und verstörend.

Alle 2 Frauen wurden schwanger nach ihrer Vergewaltigung, einige wurden sogar mit HIV angesteckt, die jüngste unter ihnen war gerade 16 Jahre alt als mehrere Männer sie angriffen.  20 Jahre später sind aus den Kindern junge Erwachsene geworden und sie erzählen neben ihren Müttern von den Schwierigkeiten, sich selbst zu akzeptieren, zusammenzuleben, überhaupt zu leben.  Rwanda, la vie après – Paroles de mères ist ein fesselnder, interview-basierter Dokumentarfilm über die überwältigenden traumatischen Erlebnisse und dessen Folgen, welcher jeden in seinen Bann ziehen wird.